Der Energieausweis

Was sind die Unterschiede zwischen Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis?

Unterschieden wird zwischen dem sogenannten "bedarfsorientieren Energieausweis", der sowohl die gesamte Bausubstanz als auch die Heizungsanlage bewertet, und dem "verbrauchsorientierten Energieausweis", der nur den Energieverbrauch der Gebäudebewohner in den vergangenen drei Jahren für Heizung und Warmwasserbereitung angibt.

Was sind Pflicht, Nutzen und Vorteile des Energieausweises?

Im Juli 2008 wurde der Energieausweis schrittweise eingeführt. Seit dem 01. Januar 2009 gilt für alle Wohngebäude in Deutschland die Ausweispflicht. Immobilienbesitzer müssen bei Vermietung, Verkauf oder Verpachtung ihrer Immobilie einen Energieausweis, vorlegen. Er soll darüber Auskunft geben, ob es sich bei der Immobilie um einen Energiefresser oder um ein sparsames Haus handelt. Gesetzliche Grundlage des Energieausweises ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) ein Teil des Energiespargesetzes.

 

Mit der EnEV 2014 wurde die Pflicht noch einmal verschärft. Ab dem 01. Mai 2014 muss bei Vermietung, Verkauf oder Verpachtung der Ausweis unaufgefordert vorgelegt werden.

 

Mieter, Pächter und Käufer erfahren so die anfallenden Energiekosten und können verschiedene Wohnungen und Häuser auch hinsichtlich des Energiewertes vergleichen. Soll eine Immobilie angemietet oder gekauft werden, können sich Interessenten vorab ein klares Bild von den zu erwartenden Kosten machen. Gleichsam erhalten Eigentümer Auskunft über die Energiebilanz ihrer Immobilie., werden auf Schwachstellen hingewiesen und können gegebenenfalls Optimierungsmaßnahmen durchführen.

Welche Informationen erhält der Energieausweis?

Im Energieausweis wird der Energiebedarf von Nichtwohngebäuden und Wohngebäuden festgehalten. Bei letzteren berechnet sich die Gesamtsumme des Energiebedarfs danach, welche Energiemenge zur Erzeugung von Heizwärme und Warmwasser benötigt wird. Hierbei werden individuelle Gegebenheiten der Immobilie berücksichtigt, während Lage, individuelles Verbrauchsverhalten der Bewohner oder der Wohneinheit nicht einbezogen werden. Wesentlich für die Berechnung des Energiebedarfs sind hingegen die Beschaffenheit des Daches, die der Außenwände, der Fenster sowie die technische Einrichtung zur Gewinnung von Wärme und Warmwasser.

 

Der Energieausweis ist wie folgt aufgebaut:

  1. Seite eins des Energieausweises vermerkt allgemeine Angaben zum Gebäude wie Adresse, Haustyp, Baujahr, Nutzfläche, Anlagentechnik und Angaben zur energetischen Qualität der Immobilie.
  2. Eine von grün bis rot verlaufende Farbskala auf der zweiten Seite zeigt den errechneten Energiebedarf und damit auch den Energieverbrauch in kWh je Quadratmeter an. Die zweite Farbskala dient dem Vergleich der eigenen Immobilie mit einer Durchschnittsimmobilie und einem Passivhaus. Die zweite Seite wird nur ausgefüllt, wenn der Eigentümmer einen bedarfsorientierten Energieausweis benötigt.
  3. Die dritte Seite wird ausgefüllt, wenn ein verbrauchsorientierter Ausweis beantragt wird.
  4. Fachbegriffe werden auf der vierten Seite erläutert.
  5. Auf einer ergänzenden fünften Seite werden Empfehlungen zur Modernisierung gegeben.

Der Energieausweis gilt 10 Jahre. Führt der Eigentümer in diesem Zeitraum Maßnahmen zur optimierung durch, ist eine Neuerstellung empfehlenswert, da diese in der Regel zu einer Wertsteigerung der Immobilie führen.

 

Informationen zum Energieausweis und weiteren Leistungen können Sie hier anfordern.

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